Zur OB-Runde, die am 18.November stattfand, hatten wir vom VNL wieder die Gelegenheit, Anfragen unseren Stadtteil Laufamholz betreffend zu stellen. Dabei haben wir wiederholt die gleichen Fragen an die Stadt gestellt, die wir bereits seit Jahren in vergangenen OB-Runden vorgebracht haben.
Im Folgenden finden Sie unsere Fragestellungen und die (Original-)Antworten der städtischen Verwaltung dazu:
Frage 1: Bebauung der Dehnerwiese für ein neues FW-Haus
Nachdem die Baugenehmigung für die Wohnbebauung im südlichen Bereich der Eslarner Straße vorliegt und die Bebauung bereits begonnen hat, stellt sich – wie seit einigen Jahren – die Frage nach dem Status der Planung für den Neubau des Gerätehauses der FFW Laufamholz im vorderen Bereich der Dehnerwiese. lm Gespräch war eine Festlegung des neuen Standortes der FFW direkt an der Laufamholzstraße. Laut letzten Informationen steht dieser Standort für die FFW fest, aber es gibt keinerlei Informationen über den weiteren Verlauf der Planungen an diesem Standort. Angeblich kommt der Discounter Lidl für seine Planungen an der Ecke der Dehnerwiese/Eslarner Straße nicht voran.
Das kann aber aus Sicht der Gemeinde Laufamholz kein Hindernis für eine schnelle Durchführung des Bauvorhabens Feuerwehrhaus an diesem Standort sein. Wenn für den hinteren Teil des Geländes bereits Genehmigungen vorliegen und auch die Bebauung begonnen hat, ist es für uns in Laufamholz und vor allem für die Freiwillige Feuerwehr nicht nachvollziehbar, dass nicht unverzüglich Planung und Baubeginn für die FFW unabhängig von der Lidl-Planung starten können.
Seit Jahren fragen wir als Vorstadtverein für Laufamholz dieses Thema regelmäßig in den OB-Runden an und die ausweichenden Antworten (zuletzt auch bei der Bürgerversammlung in der Billrothschule) sind seit Jahren die gleichen (Klärung der Grundstücksverhältnisse / verschiedene Eigentümer / evtl. Tauschen von Grundstucken etc.). Laut unseres Wissens wurde jetzt das Planungsverfahren durch SÖR angestoßen. Wir würden in Laufamholz gerne erfahren, wie der Planungsstand für den Standort der Feuerwehr Laufamholz an der Eslarner Straße aussieht.
Wir fordern die Stadtverwaltung auf, endlich eine klare Aussage zu treffen. Stehen die bereits vor Jahren zugesagten Gelder tatsachlich noch zur Verfügung? Wann ist endlich mit dem Baubeginn zu rechnen?
Antwort:
Aktuell gibt es einen Planungsauftrag, den die wbg-K umsetzt. Der sogenannte Project Freeze ist für 2027 zu erwarten. Beplant wird – wie besprochen und beauftragt – allein die städtische Fläche an der Laufamholzstraße. Ein Grundstückstausch usw. ist nicht nötig. Ob Lidl dort jemals ein Projekt haben wird, ist dabei offen.
Frage 2: Erweiterungsbau der Grundschule
Die ehemalige Gaststätte „Krone“ an der Moritzbergstr. 29 soll seit Jahren durch einen Neubau ersetzt werden, der zur Erweiterung der angrenzenden Grundschule Laufamholz dienen soll. Leider ist seit Jahren nichts mehr voran gegangen. Inzwischen hat die Schule mit einer Belegung von 300 Plätzen zu kämpfen, eine Auslegung der Schulkapazität ist aber nur für 200 Schüler vorgesehen. Nach letzter Aussage ist die Planung in den mittelfristigen Investitionsplan vorgesehen, was aber nichts anderes bedeutet, dass ein neues Schulhaus nicht vor 2030 geplant oder auch gebaut wird.
Wir halten das als Laufamholzer für inakzeptabel und fordern die Stadt auf, hier eine schnellere Planung und Bebauung einzuplanen. Wir halten die Ausbildung unserer Kinder für extrem wichtig und wollen die Stadt hierzu in die Pflicht nehmen, hier für entsprechende schnellere Maßnahmen vorzugehen.
Antwort:
Die Grundschule Laufamholz ist für eine Kapazität von zehn Klassen ausgelegt. Zum Stichtag 01.10.2025 sind im Schulgebäude 14 Klassen mit insgesamt 323 Schülerinnen und Schülern untergebracht. Nach aktueller Prognose wird die Anzahl der Klassen perspektivisch auf 13 (Schuljahr 2029/2030) zurückgehen.
Im Rahmen des Masterplans 2025 ist vorgesehen, das benachbarte „Muschweck“-
Grundstück zur Erweiterung der schulischen Raumressourcen heranzuziehen. Das dort vorhandene Gebäude ist für eine schulische Nutzung nicht geeignet. Um die festgestellten aktuellen und perspektivischen Raumbedarfe zu erhalten, wird auf dem Grundstück neu gebaut werden. Mit dem Erweiterungsbau soll die Unterbringung des prognostizierten Grundschulzugs sowie gegebenenfalls die Rückführung der Mittagsbetreuung an den Standort der Grundschule realisiert werden.
Der Bauplanungsprozess ist umfangreich und komplex und reiht sich priorisiert gemäß Dringlichkeit in den gesamten Baumaßnahmenkatalog der Stadt Nürnberg ein. Zur flächenmäßigen Entlastung der Erweiterungsmaßnahme ist vorgesehen, die Hortbetreuung künftig u.a. in Räumlichkeiten in der Osternoher Straße unterzubringen. Ein entsprechender Planungsauftrag wurde bereits erteilt.
Da zwischen den beiden Projekten keine baulich-funktionalen Verknüpfungen bestehen, erfolgt die Realisierung jeweils im Rahmen eigenständiger Maßnahmen: Das Projekt „Osternoher Straße“ wird als eigenständige Maßnahme im Rahmen der
Zuständigkeit des Referats für Jugend, Familie und Soziales der Stadt Nürnberg umgesetzt. Die bauliche Planung und Durchführung erfolgen in Zusammenarbeit mit dem Hochbauamt der Stadt Nürnberg. Es besteht keine direkte bauliche Verknüpfung zur Erweiterungsmaßnahme an der Grundschule Laufamholz. Das Projekt „Moritzbergstraße“ wird als eigenständige Maßnahme durch das Referat für Schule und Sport der Stadt Nürnberg verantwortet. Die Umsetzung erfolgt im Rahmen eines wbg-K-Projekts und umfasst die Erweiterung des schulischen Raumangebots um zwei Allgemeine Unterrichtsräume (AUR). Je nach Bedarf ist ergänzend die Einrichtung von Fachunterrichtsräumen (FUR), wie beispielsweise für textiles Gestalten oder Werken, vorgesehen. Darüber hinaus wird im Rahmen der Maßnahme geprüft, ob eine Erweiterung der Mittagsbetreuung mit bis zu 125 Plätzen am Standort realisierbar ist. Die konkrete Ausgestaltung erfolgt vorbehaltlich weiterer Bedarfserhebungen und planerischer Abstimmungen.
Eine Kapazitätsprüfung steht noch aus.
Fraqe 3: Errichtung Boulebahn am Kinderspielplatz Happurger Straße
Vor einigen Jahren war bereits der Vorstadtverein wegen des Baus einer Boulebahn neben dem Spielplatz Happurger Straße an der S-Bahn-Station Laufamholz an die Stadt herangetreten, seinerzeit aber vertröstet worden. Dann kam im Sommer 2024 die Aussage aus dem Stadtrat, dass beschlossen wurde, noch im Herbst 2024 der Bau einer Boulebahn an eben dieser Stelle durch Auszubildende von SÖR erfolgen sollte.
Wir von der Vorstandschaft freuten uns sehr darüber, dass unser Anliegen jetzt so kurzfristig und unbürokratisch verwirklicht werden sollte. In einem Artikel in unserem Mitteilungsblatt haben wir ausführlich darüber berichtet und sehr positive Resonanz aus der Bevölkerung erhalten. Den geplanten Standort fanden alle gut.
Wir vom Vorstadtverein und auch die Bevölkerung können nicht verstehen, warum für ein relativ einfaches Vorhaben, welches im Vorfeld unbürokratisch abgewickelt wurde, jetzt lösbare Probleme so aufgebauscht werden. Wie schaut es bei der Stadt aus mit der Umsetzung von Ankündigungen aus der Politik zur Entbürokratisierung und wie sollen wir eine andere Vorgehensweise der Bevölkerung erklären?
Wir fordern Sie als Stadtplaner auf, hier endlich Klarheit zu schaffen über einen möglichen Standort für die Boulebahn. Wir erachten immer noch die Errichtung einer Boulebahn am ursprünglichen Standort der Happurger Straße an der S-Bahnstation am Kinderspielplatz als besten Standort. und fordern Sie auf, hier endlich mal klare Kante zu zeigen. Wir würden uns freuen, die Boulebahn vielleicht endlich in 2026 nutzen zu können.
Antwort:
Die Planung und Umsetzung einer Boulebahn im Bereich der Happurger Straße wurde an SÖR übertragen. Dazu wurde der vom BV angedachte Standort in der öffentlichen Grünanlage mit viel Baumbestand fachgerecht instruiert. Das Ergebnis schließt diese Fläche als Standort aus, da die Schädigungen des dortigen Baumbestands durch die Umsetzung zu groß wären, und der Baumschutz hier Vorrang genießt.
SÖR ist auf Alternativensuche gegangen und hatte eine gut geeignete Fläche etwas nördlich beim Sportverein angedacht, die bereits versiegelt ist und ausreichend Raum für eine Neugestaltung, Neuordnung und Aufwertung bieten würde. Dort würde man ohne relevante Eingriffe auskommen. Es könnten sogar Mehrwerte und Begrünung für die Nutzerinnen und Bürgerinnen geschaffen werden, ohne auf Parkplätze zu verzichten. Diese Fläche ist jedoch in Erbpacht an den Sportverein
gegeben und das Anliegen wurde vom Sportverein abgelehnt.
SÖR wurde schlussendlich etwas weiter westlich bei einer Grünfläche mit weniger Bäumen und ausreichend Abstand zum Baumkronenbereich fündig. Hier hat das Ergebnis der Fachinstruktion ergeben, dass die Umsetzung möglich wäre.
Sportfachlich ist die Etablierung einer Boulebahn sinnvoll. Hier könnte diese Fläche neben dem Spielplatz entstehen.
Das Projekt wird in den Maßnahmenplan für Bewegungsparks für alle Altersgruppen
aufgenommen. Leider stehen aktuell bei SÖR keine Kapazitäten und Haushaltsmittel für die Erstellung und den Betrieb dieser Anlage zur Verfügung. lnwieweit der Bau in 2026 erfolgen kann, muss jedoch noch im Rahmen der Haushaltskonsolidierung bewertet und entschieden werden. Bei der Boulefläche – auch wenn sie gesellschaftlich wünschenswert ist – handelt es sich um eine freiwillige komrnunale Leistung. Vor diesem Hintergrund kann eine zeitnahe Umsetzung im Moment nicht zugesagt werden.
Zusatzbemerkung des VNL:
Aufgrund der finanziellen Absage seitens der Stadt schlug der VNL nach der Besprechung des Themas in der OB-Runde vor, dass seitens der Stadt eine Erfassung von Material- und Personalkosten erfolgen soll und der VNL nach Vorliegen von entsprechenden Daten sich entscheidet, die Materialkosten für die Boulebahn zu übernehmen, während die Stadt die Personalkosten in Form von Zuarbeit von SÖR-Auszubildenden für den Bau der Anlage übernimmt. Dieser Vorschlag seitens des VNL wurde durch den Werksleiter von SÖR, Christian Vogel, wohlwollend aufgenommen mit der Zusage, dass der Bau der Boulebahn als Ausbildungsbestandteil bei SÖR übernommen wird. Wir werden nach Vorliegen der Kosten entscheiden, ob der VNL die Materialkosten übernimmt und damit den Bau der Bouleanlage kurzfristig ermöglicht.
Der Vorstand des Vorstadtvereins Nürnberg-Laufamholz
